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Plastination

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Der deutsche Wissenschaftler Gunther von Hagens entwickelte an der Universität Heidelberg ein bahnbrechendes Verfahren, das heute von entscheidender Bedeutung für die Medizin und Forschung ist: Die Plastination. Sie konserviert den menschlichen Körper dauerhaft und stellt ihn für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung, genauer gesprochen zur Anschauung. Es geht dabei um die Konservierung fürs Studium des menschlichen Körpers, relevant sind dabei der Aufbau, die inneren Organe oder auch individuelle Einzelheiten des spezifischen Patienten. Die Plastination ist ein möglicher Weg für den Körper nach dem Tod, den man einschlagen kann, wenn man sich grundsätzlich damit auseinandersetzen will, den eigenen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Da er jedoch als umstritten und kontrovers gilt, ist dies eine Entscheidung, die jeder Mensch für sich selbst treffen muss und die ihm nicht abgenommen werden kann.

Was ist Plastination?

Bei der Plastination wird dem Gewebe des Körpers das Wasser entzogen und durch Kunststoff ersetzt. Viele natürliche Bestandteile bleiben dabei erhalten, doch durch den Austausch von Wasser durch Kunststoff kann man sich nun sicher sein, dass der Körper die Jahrhunderte überdauern wird und die natürlichen Zerfallsprozesse nicht einsetzen. Bei der Plastination wird zwar auch das Gesicht des Verstorbenen erhalten, wenn das das Ziel des individuellen Verfahrens ist, doch man sollte nicht darauf vertrauen, dass er genauso wie zu Lebzeiten aussehen wird - die persönlichen Züge werden durch die Plastination verändert, es geht immerhin vorrangig um die inneren Organe, den Aufbau der Muskeln und die grundlegende Zusammensetzung des menschlichen Körpers. Für die Plastination wird je nach Zweck mal der ganze Körper, mal aber auch nur ein einzelnes Organ oder ein Querschnitt verwendet. Erinnerungswert haben die platinierten Körper daher auch nicht, sind aber von immensem Wert für die Wissenschaft und werden beispielsweise in der Ausbildung junger Mediziner oder auch in der Kunst eingesetzt.

Plastination - ja oder nein?

Die Entscheidung für oder gegen eine Plastination des Körpers ist eine Entscheidung, die alleine der Verstorbene selbst treffen sollte. Immerhin ist sein Körper alleine sein Kapital und selbst die Hinterbliebenen sollten nicht mehr nachträglich darüber entscheiden, ob sein Körper auf diese Weise verwertet werden darf. Für eine Plastination spricht, dass nicht sehr viele Menschen sich für sie entscheiden, auch wenn sie eine sehr effektive Methode ist, realistische Darstellungen der menschlichen Anatomie zu schaffen, anhand derer Mediziner der Zukunft lernen können, Krankheiten besser zu heilen und die Lebensqualität des Menschen der kommenden Generationen zu steigern. Gegen sie spricht, dass man damit den Hinterbliebenen die Gelegenheit nimmt, eine Bestattung zu feiern und einen Ort zu schaffen, an den sie gehen können, wenn sie beim Verstorbenen sein sollen. Letztlich sollte man sich diese Entscheidung gut überlegen und sie alleine treffen, basierend auf der eigenen Meinung und den eigenen Wünschen.

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